Zarif Haar
DAS NEUE LICHT DES HERBSTES IM HAAR
1. Glossy Espresso
Stiller Luxus im langen Haar

Die Kraft langen, dunklen Haares liegt in dieser Saison weniger in der Tiefe der Farbe als darin, wie es das Licht reflektiert.
Espresso- und tiefe Schokoladentöne wirken nicht als einheitlich matte Dunkelheit, sondern mit feinsten warmen Kaffeereflexen, die sich erst im Licht zeigen, deutlich reicher. Lange Stufen wiederum verleihen Bewegung, ohne dem Haar sein Gewicht zu nehmen.
Vor allem lange Stufen, die am Gesicht beginnen, kommen besonders schön zur Geltung, wenn das Haar nicht vollkommen glatt getragen wird. Große, weiche Wellen betonen die unterschiedlichen Längen des Schnitts und lassen das Haar lebendiger wirken, als es ist.
Das Gefühl von Luxus entsteht hier nicht durch eine auffällige Coloration, sondern durch gesund wirkenden Glanz.
Eleganter Tipp: Bei dunklem Haar muss das Ziel nicht unbedingt sein, heller zu werden. Manchmal bewirken die richtige Pflege und Tönung eine weit eindrucksvollere Veränderung als eine neue Farbe.
2. Cherry Mocha
Ein stilles Rot im Braun

Eine der charaktervollsten Farben der Oktober-Palette.
Cherry Mocha ist kein leuchtendes Rot und kein Bordeaux. Es ist eine raffinierte Mischung aus Kirsch-, Mahagoni- und Weintönen, die je nach Licht aus einem tiefen Braun hervortreten.
Deshalb wirkt es vor allem bei mittellangem Haar ausgesprochen modern.
Diese Länge zwischen Clavicut und Long Bob bewegt sich um die Schultern und macht dabei die verschiedenen Reflexe der Farbe sichtbar. Mit leicht gebrochenen Wellen treten die roten Pigmente deutlicher hervor; glatter getragen, liest sich die Farbe wie ein dunkles, raffiniertes Braun.
Ein maßvollerer Ansatz für Frauen, die Rot tragen möchten, deren Haar aber auf den ersten Blick nicht „rot“ wirken soll.
3. Golden Brunette
Braun aufhellen, ohne es blond werden zu lassen

Im Herbst muss das Haar nicht zwangsläufig dunkler werden.
Golden Brunette ist dafür das schönste Beispiel: Die braune Basis bleibt erhalten, doch rund ums Gesicht und dort, wo sich das Haar bewegt, werden Lichter in Honig, Karamell und warmem Goldbraun gesetzt.
Das Ergebnis ist weder blond noch eine klassische Strähnchenoptik.
Das Haar bewahrt seinen Brünett-Charakter.
Gerade bei langem und mittellangem bis langem Haar macht diese Technik die Stufen sichtbarer. Wenn die Intensität des Lichts zu den Spitzen hin etwas zunimmt und der Ansatz natürlicher bleibt, kann die Farbe zudem sanfter herauswachsen.
Als hätte man die Wärme der Oktobersonne ins Haar getragen …
4. Warm Chestnut Bob
Sanfte Architektur im kurzen Haar

Der Bob ist wieder da – diesmal jedoch nicht als scharfkantiger, geometrischer Schnitt.
Sondern als bewegter Bob, der den Nacken elegant umschmeichelt, an den Seiten sein Volumen behält und rund ums Gesicht weicher wird.
Auch die Farbwelt von Warm Chestnut unterstützt die Struktur dieses Schnitts. Reflexe in Zimt, warmem Braun und feinem Karamell, gesetzt in eine Kastanienbasis, heben die einzelnen Stufen des Haares voneinander ab.
Gerade bei kurzem Haar sollten Farbe und Schnitt gemeinsam gedacht werden. Denn schon wenige Zentimeter Unterschied in den Stufen können die Kopfform, das Profil und das Volumen des Haares verändern.
Genau darin liegt die Schönheit dieses Looks: kurz, aber nicht streng; gepflegt, aber nie zu gestylt.
5. Silver Beige & Pearl Grey
Grau verschönern, statt es zu verstecken

Graues Haar muss nicht länger nur als Farbe gelten, die abgedeckt werden muss.
Richtig getönt, können Übergänge aus Silber, Perlmutt, Beige und einem Hauch aschigem Braun eine ausgesprochen raffinierte Farbpalette ergeben.
Bei diesem Look geht es nicht darum, ein einheitliches Grau zu schaffen, sondern den Unterschied zwischen natürlich hellen und dunklen Strähnen zu nutzen. Silver-Beige- und Pearl-Grey-Töne können dem Haar ein weicheres, wärmeres und dimensionaleres Aussehen verleihen.
Ein gestufter Bob verstärkt dieses Farbspiel. Hellere Partien rund ums Gesicht tragen das Licht nach oben, während tiefere Töne im Nacken und in den unteren Stufen dem Schnitt Dimension verleihen.
Mit dem Grau arbeiten, statt es abzudecken …
Vielleicht eine der elegantesten Haarideen dieser Saison.
6. Kurz, gestuft und voluminös
Bei feinem Haar: Form vor Länge

Nicht jedes Haar braucht Länge.
Gerade bei feinem oder weniger dichtem Haar kann zu viel Länge das Haar dünner und schwerer wirken lassen, als es ist. In solchen Fällen kann ein gut geplanter Kurzhaarschnitt die wahrgenommene Fülle des Haares völlig verändern.
Ziel ist hier nicht, das Haar so stark wie möglich aufzubauschen, sondern das Volumen an den richtigen Stellen zu platzieren.
Wird der Nacken kontrollierter gehalten und bleiben die Stufen am Oberkopf etwas länger, gewinnt das Haar Bewegung nach oben. Weiche Stufen an der Front und den Seiten verhindern zudem einen harten Kurzhaar-Look.
Reflexe in warmem Kastanienbraun und feinem Karamell auf einer dunkelbraunen Basis heben die Stufen voneinander ab und sorgen optisch für ein dimensionaleres Ergebnis.
Einer der wichtigsten Gedanken bei feinem Haar ist vielleicht dieser:
Statt so zu tun, als wäre mehr Haar vorhanden, dem vorhandenen Haar die richtige Form geben.
Fragen Sie sich vor dem Schnitt
Dass uns ein Foto gefällt, heißt nicht, dass diese Frisur an uns genauso aussieht. Denn eine gute Frisur wählt man nicht nur nach der Gesichtsform, sondern auch nach der Stärke des einzelnen Haares, der Haardichte, der natürlichen Bewegung, den täglichen Styling-Gewohnheiten und danach, wie viel Pflege wir aufwenden möchten.
Statt Ihrer Friseurin oder Ihrem Friseur nur zu sagen „Ich möchte diese Frisur“, ist die Frage „Welche Version dieses Looks ist mit meinem Haar möglich?“ deshalb ein viel besserer Ausgangspunkt.
Dasselbe gilt für die Farbe. Der Unterton der Haut, die aktuelle Haarfarbe, der Grauanteil sowie frühere Colorationen oder Aufhellungen verändern das erreichbare Ergebnis.
Die Haarpalette des Oktobers
Die Farbwelt dieses Monats ist nicht an einen einzigen Ton gebunden: Espresso, Zartbitterschokolade, Mocha, Kirsch-Mahagoni, warmes Kastanienbraun, Zimt, Karamell, Honig-Goldbraun, Silver Beige und Pearl Grey.
Gemeinsam ist ihnen jedoch dasselbe:
Übergänge statt harter Kontraste, Dimension statt einheitlicher Farbe und gesund wirkendes natürliches Licht statt künstlichen Glanzes.